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Nie mehr arbeiten - Work/Life Balance ist von gestern

  • Was ist es denn was einen lange und glückserfüllt leben (und arbeiten) lässt. 
  • Möglichst gesund und mit Freude jeden Tag  zur Tat schreiten und die Aufgaben als erfüllend wahrnehmen lässt?
  • Welche Wahl haben wir denn in der heutigen (Arbeits-) Welt um tatsächlich durchzustarten und das zu erreichen was wir gemeinhin als "Erfolg" bezeichnen? 


Arbeit vs. Leben?

Förster Giermaier
Anja Förster und Andreas K. Giermaier
Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, die wohl prominenteste Business-Querdenkerin im deutschen Sprachraum live zu erleben:  Anja Förster.
In ihrem Vortrag infizierte sie mich mit einigen Ideen, von denen ich Ihnen hier einige vorstelle:

Es gibt den Weg des "harten" leistungsintensiven Arbeitens, 60 Stunden und mehr sich in Aufgaben hineinknien die einen mehr oder zumeist weniger erfüllen. Und in den Chefetagen wird noch zuhauf gemenagt statt geführt (vgl. dazu auch Niels Pflägings Buch und Expertentalk)
Nun haben Sie in den letzten Jahren möglicherweise auch schon eines oder gar mehrere Bücher zum Thema gelesen, "Hör auf mit der miesen Arbeit bei der du für anderer Leute Ziele arbeitest" und der Schluss daraus war:

"Mach Dein Ding!"

Doch wie viele kennen Sie wirklich, die das so umzusetzen in der Lage sind. Das zu tun was sie lieben und dafür auch noch fürstlich bezahlt zu werden? Klar kann und wird das einige Male gut gehen, wenn gerade dieses "Ding" auf Kunden triff die just jenes "Ding" haben wollen, weil sie den Wert darin erkennen. Aber was ist mit den 95% der andren die ANDERE "Dinge " machen wollen, die ihnen aber keiner bezahlen will oder kann? Grundeinkommen? Ja, das ist ein Weg.  Aber auch das muss finanziert sein von Leuten die in eine System einzahlen. In der Matrix sehen Sie bei der "miesen Arbeit" wird keine der Parteien glücklich sein. In der VWL nennt man das wohl "Wohlfahrtsverlust" der dem System dabei innewohnt.

Work kills - gehirn-gerechter Arbeiten

Die "Gute Arbeit", ja auch die gibt es. Der Arbeitgeber ist glücklich und zufrieden weil wir ihm super zuarbeiten, bis zur Erschöpfung das Bestmögliche geben... kann aber leider wie oben beschrieben zur Work-Life-Dysbalance in einer Arbeits- und Lebenswelt führen die in Süchte, Streit, zerrüttete Familienverhältnisse und... BurnOut führen kann. Und natürlich, auch hierbei gibt es Abstufungen. Es wird auch diejenigen geben, die sich in so einem Job wohl fühlen, jedoch muss in so einem Model der Extremfall dargestellt werden, damit wir die Tendenzen erkennen können. Zusätzlich lebt eine ganze Industrie an Pharma und Medizin aber auch Psychologen und Coaches davon. Aber ich denke, diese könnten auch wunderbar und vielleicht noch besser leben, wenn sie es mit kraftvollen Persönlichkeiten zu tun haben.

Schritt für Schritt aufhören zu arbeiten

Was können wir nun dazu beitragen in den Quadranten rechts oben zu kommen? In einfachen Worten, geht es darum das eigene Tätigkeitsportfolio so anzupassen, dass die bedeutenden Tätigkeiten kontinuierlich ein Mehr an Raum bekommen. Was nichts anders bedeutet, als mehr und noch mehr Dinge zu tun die uns intrinsisch, also von uns innen heraus motivieren. Doch das alleine reicht nicht, denn auch die anderen müssen was davon haben, dass es uns gibt :) Foerster/Kreuz nennen das Resonanz, den Effekt den wir nach außen hin brauchen.

Funkeln in den Augen

Nein hiermit verweise ich nicht auf das Foto, doch war der Abend mit Anja Förster sehr inspirierend und hat mir sicher das eine oder andere Funkeln gegeben :) Die eigentliche Frage ist: Wie werden "bedeutsame Tätigkeiten" definiert? Sie bedingen einen hohen Grad an Selbstbestimmung , sind persönlich sinnvoll und liefern zusätzlich einen Wert für andere Menschen. Diese bedeutsamen Tätigkeiten sind dann Quelle tiefer Zufriedenheit und laden uns von innen heraus mit positiver Energie auf , die uns von innen heraus strahlen lässt. (vgl. dazu auch Brendon Burchard "The Charge"). Um das jedoch erst mal  zu erreichen, braucht es eine Menge Entschiedenheit.
"Entschiedenheit ist die wichtigste Voraussetzung, um Großes zu erreichen" Foerster/Kreuz, 2013: S. 10
Heißt das nun dass wenn wir es schaffen in den Quadranten einzutreten, wir nur noch im FLOW und mit Begeisterung unsere Tage genießen werden? Naja, nicht ganz.
Förster/Kreuz betonen, dass bedeutsame Tätigkeiten beizeiten auch Schinden sein kann, das Aushalten von externer Kritik en masse, Unsicherheit, unerwartete Rückschläge. Dann brauchen wir Durchhaltevermögen und Willenskraft als wichtige Ressourcen. Doch wenn dann unterm Strich die Energiebilanz stimmt, wird die Plackerei reich belohnt
"Energie ist das, was alles in Bewegung setzt" Aristoteles

Energie! 

Und das Geheimnis hierbei ist es eben die Energie von innen zu bekommen, denn nicht erst seit Sprenger ("Prinzip Selbstverantwortung") oder ""Bestraft durch Belohnung" des US-Wissenschaftlers Alfie KOHN" wissen wir, dass alle Boni, Prämien etc. langfristig zu nichts gutem geführt haben. Und so kommen das Autorenduo auch zu dem Schluss.
"Der Preis für mehr Freiheit ist mehr Selbstverantwortung" Foerster/Kreuz, 2013: S.166
Sie schlussfolgern dann, der Weg es kann nur sein, eine Art Balance zu finden zwischen dem,
  • was wir tun müssen und dem
  • was wir aus eigenem Antrieb heraus tun können so wie dem
  • was sein könnte, der Chance der Vorstellung der Idee"
Viel bahnbrechend Neues? Ja und nein. Gerade die Ansätze was alles in der Bildung angepackt werden müsste, ist schon inspirierend, dazu in Kürze mehr.... Aber in jedem Falle WICHTIG wenn nicht sogar ESSENZIELL in einer neuen Gesellschaft die vorgibt den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und in der Wissen DIE wertvollste Ressource gilt.

Und: Ich hab auch schon die Zusage von Anja Förster: Sie wird uns bald im LernenDerZukunft Expertentalk beehren :)

Das Gehirn erfolgreich auf Begeisterung programmieren

Heute erfahren Sie, wie Sie sich wieder auf jeden Tag Ihres Lebens freuen werden und was von NLP-Mastertrainer Marc Pletzer (sein  Live-Interview-Hörbuch) mit meinem mp3 Player und dessen Funktion bzw Dysfunktion zu tun hat.


Metaphern, Storytelling und Nested Loops

Der Reihe nach: Bevor ich irgendwas bewerte, erst recht wenn es um sowas (für mich) essentielles wie dieses Thema der Lebens-Begeisterung geht und dabei auch noch Storytelling in Verbindung mit versteckten Loops (innerhalb von Metaphern, nested loops ... ist kurz gesagt nix andres als das Verstecken von "Botschaften" an Ihr Unterbewusstsein, das über mehr oder weniger verschachtelte Gschichtln vermittelt wird... vgl dazu die Ericksonsche Hypnotherapie bzw einige meisterliche NLPler die das anwenden) die Methode der  Wahl ist.

"Sage mir mit wem du gehst und ich sage Dir wer Du bist"   Johann Wolfgang Von Goethe

Gehirn-gerecht lernen

Wenn dem so ist (und Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften weisen eindeutig darauf hin), dann haben wir nicht die Wahl OB wir vom sozialen Umfeld beeinflusst werden, aber wir können WÄHLEN wer dieses soziale Umfeld sein darf. Und dabei ist es (dem Gehirn) egal ob es sich um reale oder virtuelle Umfelder handelt (oder auch fiktive vgl. dazu StoryPower: welchen Einfluss Stories auf unser Denken und Leben haben von Vera F. Birkenbihl) Jedenfalls tauche ich dann voll ein, höre mir das über Wochen immer wieder im mp3 Player an, beim Einkaufen, "Spazieren" bzw. Gehen von einem Ort zum andren . Umgebe mich bewusst damit, manche würden es "Gehirnwäsche" nennen. Ich bezeichne es lieber als "mich absichtliches Aussetzen und Umgeben mit Denkmustern und "virtuell" mit Menschen die Lebensmuster leben die mir gefallen."

Und da sind wir schon bei einer der Methoden die Marc empfiehlt:

Wie werde ich begeisterter?

Umgeben Sie sich mit Menschen die so sind, wie Sie sein wollen. Deren Energie gut tut, was glücklicher und in diesem Falle BEGEISTERTER macht. Vgl. dazu den Ansatz des Gesetzes der Anziehung wie es bspw. von vielen alten Esoterikern oder wenn Sie es moderner und amerikanischer wollen, bei Rhonda Byrnes The Secret gelehrt wird.

Erfolgreich Bewerten

Kennen Sie das Lied "Zombie"? It's all in your head- alles nur in Deinem Kopf...
So gehört bspw. auch das Finanzamt zu Ihrer Realität WEIL Sie es sich in Ihr Leben gezogen haben. Blödsinn? Hm... Genaueres hören Sie selbst nach, was aber sicher hilfreich ist, kann eine Neubewertung sein: stellen Sie sich vor, wie dieses Geld dazu verwendet wird, den Kindergarten um die Ecke schön zu gestalten, auszustatten mit Pädagogen die nicht nur liebevoll, sondern auch fachlich klug mit den Kindern umgehen werden, eben auch dafür gut entlohnt werden können... ein Beispiel.

Begeistert Leben wieder entdecken

Es geht darum wieder zu LEBEN, echt zu leben.
Für Marc ist LEBEN erst dann lebendig wenn es voll Begeisterung für die Welt und dich selbst gefüllt ist. Zurück in Erfahrungen der Kindheit (er erzählt von seiner kleinen Tochter die ...aaaaah... genussvoll und begeistert von der Welt Gänseblümchen bewundert. In dieses Gefühl zu gehen und weg von einer Art Blah!-Gefühl der Gleichgültigkeit. Hin zu dem was LEBEN ausmacht: wie ein Verliebtheitsgefühl... ins Leben!

Gehirn-gerechteres Leben oder Esoterischer Humbug?

Für mich ist das aber sowas von lebenspraktisch und grundlegend. Welches Etikett Sie daran kleben wollen (Bewerten, siehe weiter oben), wie Sie das sich zurecht legen wollen, sei Ihnen überlassen. Alleine die selektive Wahrnehmung, also das Ausrichten der wenigen Reize, die unser Gehirn BEWUSST verarbeitet (vgl dazu einige Erkenntnisse über Wahrnehmung aus der Neurowissenschaften, wonach nur Promille der in unsere Sinne eindringenden Reizen tatsächlich auch bewusst werden) wird sich dadurch verändern und mehr und mehr nach begeisternden Situationen suchen. Weniger routinierte Alltagstätigkeiten, mehr Abwechslung und somit Leben zulassen....

Mehr Liebe im Leben: Wo Begeisterung beginnt

Beginnend mit dem Sich selbst wieder mögen, oder gar lieb haben... auch "die Welt" (nur mal angenommen sie sei getrennt davon) mit ins Herz aufzunehmen. Könnte es sein, dass alleine schon so ein Ansinnen per se GLÜCKlicher macht?

Zufällig begeistert?

Nun noch zum Mysterium mp3 Player:
es ist einer von Trekstor der sich EIGENTLICH die Stelle merkt wo man gerade im Hörbuch ist und bei wieder-einschalten da fortsetzt. Well. Das geht nicht mehr. Sondern. Wann immer ich den mp3 Player neu starte, startet CD3 Track9 "Zurück zur Begeisterung" eine DER Kernlektionen die ich lernen DARF! Zufall oder Zu-Fall? Well ich weiß es nicht. Spooky? Ich weiß es nicht. Aber in jedem Fall ... eine Empfehlung nicht nur für Freunde von Esther Hicks und co. sondern für jeden der meint, es gäbe noch Potenzial nach üben im Begeistert-sein... in diesem Sinne :) an Sie!

Hör-Tipp
Pletzer, Marc A. und Kish, Laszlo I. (2012) "Endlich wirklich begeistert- So freuen Sie sich wieder auf jeden Tag Ihres Lebens", BluePlanet AG

Gehirn-gerecht Lernen durch minimales Lernen?

Kennen Sie die Situation? Sie hören stundenlang (zumindest gefühlte Stunden) einem Vortrag zu und denken sich: "Komm zum Punkt, worum geht es hier eigentlich? Was ist das Wesentliche was du mir vermitteln willst?" Nicht nur Profischwadronierer (wie Politiker) sind die "Täter"...
häufig auch Dozenten, Trainer, Lehrer
gerade diejenigen die sich BERUFLICH mit dem Lernen und dem Gehirn befassen (sollten), denn es liegt in ihren Händen ob und wie gut wir das Vorgetragene auch behalten 

die Frage ist nun:
Wie erhöhe ich die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Gehirn als Lernender auch an etwas gelerntes erinnert?? Seit Jahrhunderten befassen sich nicht nur eifrige Eltern damit, wie wir uns Dinge besser merken können, sondern Pädagogen, Psychologen,... 
wenn wir noch früher zurück gehen waren es wohl die Alten Griechen oder Ägypter die dich den Mnemotechniken annahmen.



Doch eine Frage die stets im Raum stehen blieb oder gar nicht erst gestellt wurde: 

Was muss wirklich gelernt werden, was ist wesentlich?

Denn unser Gehirn ist darauf schon alleine evolutionsbiologisch ausgerichtet, möglichst energiesparend mit unseren Ressourcen umzugehen. Und wenn etwas nicht als WICHTIG erscheint wird es auch nicht gemerkt und fließt wie es sprichwörtlich heißt "beim einen Ohr rein, beim andren wieder hinaus". 
Wenn wir aber nun vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer werden wollen (dank an Vera F. Birkenbihl für diese schöne Formulierung :)), müssen wir eben diese Mechanismen unseres Denkorganes nicht nur kennen sondern auch damit umzugehen wissen. Ein Zugang ist es, Inhalte emotional aufzuladen, mit Vorwissen zu verknüpfen. Dies kann in der Mnemotechnik beispielsweise eine Liste an Gegenständen sein oder eine Körperliste bei der ich an jedem Punkt ein zu merkendes "Item" ablege und eine kleine emotionale Geschichte dazu erfinde. 
Alles schön und gut.
Doch die Frage nach dem Wesentlichen bleibt noch aufrecht.
In meinen Recherchen zu dem Thema bin ich ua auf das Modell der Didaktischen Reduktion gestoßen und werde an dieser Stelle ausführlich dazu Tipps, Anleitungen und Hilfestellungen geben.
In eine ähnliche Richtung geht Regina Hunter mit ihrem Zugang des "minimalen Lernens".

minimal lernen - maximale Reduktion

Zuerst belegt sie ihre Aussagen jeweils mit Erkenntnissen aus den Neurowissenschaften, meistens auch korrekt, sodass Sie auch als wissenschaftlich interessierter jeweils den Quellenangaben folgen und somit ihre Gedankengänge leichter nachvollziehen können. 
In Kürze kann festgehalten werden, dass das Gehirn sich sowieso nur Schemata und Muster merkt. Radikale Reduktionsprozesse finden statt bevor es zu einer Abspeicherung im Gedächtnis kommt. 
Es werden Muster, Regeln, Kategorien und Allgemeines erkannt und alleine 70% der neuronalen Aktivität im Gehirn wird von regel verarbeitenden Neuronen geleistet (vgl. Hunter 2013, S.14f)
Prof. Manfred Spitzer (2002) hatte unser Gehirn sogar als Regelextraktionsmaschine bezeichnet. Auf diese Art und Weise erreicht es am einfachsten sich nicht alle einzelnen Situationen vollständig abspeichern zu müssen. Es bleiben nur ein Muster, Regeln, abstrahiert aus den Erfahrenem. Diese können dann, wenn notwendig, wieder abgerufen werden und in Folge zu beispielsweise einer Problemlösung auf die Situation zu übertragen werden.

Gehirn-gerecht? Emotionen beim Lernen entscheiden!

Wenn dies im Seminar bzw. Unterricht nicht berücksichtigt wird, weil nur Lösungswege oder Regelsysteme auswendig gelernt werden, könnte es zu ungenügenden Leistungen in der Prüfung kommen und zu Versagen führen. 
In Folge ist es wahrscheinlich dass die Lernenden so frustriert zu dem Thema sind, dass sie 
  • a) ihre eigenen Fähigkeiten anzweifeln und 
  • b) sich auch NIE MEHR mit dem Thema befassen wollen.

Belegt wird dies ua dadurch:
Das Charakteristische an dieser Archivierung ist die mit ihr verbundene emotionale Koppelung. Das heißt, alle Sinneseindrücke und Gedanken werden mit den dabei empfundenen Emotionen gespeichert. (Köthe 2006, S.149 zit. in Hunter 2013, S.88)
Eben das ist eine weitere Begründung für spielerische und Methoden die eigenes forschen und Entdecken ermöglichen. In bestimmten Stoffgebieten und Teilbereichen sind die direkten Instruktion auch sinnvoll, aber auch hierbei gilt es, immer das WESENtliche hervorzuheben und nicht ewig lange Theoriegebäude zu erläutern, die als einzige Wirkung Dämmschlaf hat. 


Neurodidaktik einfach angewandt

Regine Hunter hat in diesem im Schweizer h.e.p.-Verlag erscheinenden, knapp 150S. schmalen Band (grad bei dem Thema darfs dünn sein ;) ) die Neurowissenschaften zu Rate gezogen und beschreibt in einfacher Art und Weise, jedoch zumeist sehr gut mit wissenschaftlicher Zitation belegt (also sowas wie "vgl. Giermaier, 2014, S.27f"), warum die Reduktion des Lerninhalts wichtig ist und gibt auch Anleitung dazu, wie es umzusetzen ist, bringt Fallbeispiele für den Schulbereich.

Alles in allem für mich ein SEHR gut umgesetzter Ratgeber der sich abhebt von dem meisten, alleine schon wegen der Kombination von Wissenschaftlichkeit und einfacher Sprache samt konkreten Anwendungsbeispielen. 
Generell empfehle ich an dieser Stelle gerne den h.e.p. Verlag, den ich erst kürzlich für mich entdeckte, da sie einiges zu den Themen Erwachsenenbildung, Didaktik aber auch Neuropsychologie, gehirngerechtes Lernen etc. im Programm haben.

Hunter, Regina (2013). minimales lernen, 2. Auflage, Bern: h.e.p.Verlag 

Einfach besser entscheiden unter Komplexität

"Man kann ein System nur verstehen, in dem man versucht es zu verändern"Kurt Lewin (Gestaltpsychologe, 1890-1947)
  • Haben Sie sich auch schon gefragt, wie eine Unternehmung in einer in einer immer an Komplexität zunehmenden Lebens- und Arbeitswelt agieren müsste, um langfristig erfolgreich sein zu können?
  • Ist es dann tatsächlich noch angebracht, die hierarchischen Unternehmens- und Organisationsstrukturen so zu wählen, wie uns das ein Frederick Taylor und Henry Ford im 19. Jahrhundert für manch "hirnlose" Tätigkeiten in vorgeschlagen hatte?
  • Könnte es sein, dass wenn wir volles Engagement unserer Mitarbeiter fordern, wenn wir fordern:
  • "Sie sollen sich voll und ganz mit ihren ihnen inne wohnenden Fähigkeiten freudig und leidenschaftlich in ihre Aufgaben mit einbringen",
 könnte dann ein Wechsel der Strategien hin zu für die heutige Zeit pass genauen sinnvoller sein? 

Diese Fragen beschäftigen viele Theoretiker da draußen, allen voran die  die sich mit systemischen Theorien befassen. Doch ist dies für viele "Normalos" wie Sie oder ich nicht sofort zu erfassen was und wie genau das alles bedeuten soll und vor allem wie wir das in unseren (unternehmerischen) Alltag denn integrieren sollten


Management war gestern


Pfläging zeigt anhand von Beispielen, warum wir heute in einer stets an Komplexität wachsenden Umgebung NICHT mehr MANAGEN sollten und können. Frederick Taylors Zeiten sind passé.
Es gibt nicht die FAULEN und die FLEISSIGEN Mitarbeiter (Theroie X/Y nach McGregor)
Er nennt diese alte denke "ALPHA"
und bezeichnet seinen Zugang der Netzwerk orientierten Organisation folglich als "BETA"


"Wenn du nicht mehr weiterweißt, dann bilde einen Arbeitskreis...?"

Zudem, wenn Pflägings Forderungen umgesetzt und wir in Netzwerkstrukturen (Teams...) anstatt hierarchisch geprägten Systemen arbeiten, braucht es auch andere Prozesse hierzu, denn der "Genehmigungen erteilende Vorgesetzte" ist Vergangenheit!
Aber wie können wir nun in Situationen die wir nicht in ihrer Gänze zu überschauen in der Lage sind (=sie als komplex gelten), zu guten Entscheidungen kommen. 

Die erste Idee die dabei vielen kommt, ist es, Komitees zu bilden, Abstimmungen machen zu lassen ... etc. Doch dies ist häufig eine Verschwendung an Energie und Ressourcen, da es viel leistungsstärkere Wege gibt, Entscheidungen in einer solchen als Netzwerk strukturierten Organisation zu treffen.


Neue Wege zur Entscheidung

Pfläging empfiehlt hierbei den "Konsultativen Einzelentscheid", wobei für ihn hier Konsultation für "Einholen von Information und Ratschlägen vor Entscheidungen" steht und dem so genannten "Vorschlagswesen" genau gegenüber steht.
Und er diese unbedingt von einem Dialog abgegrenzt haben will: 

  • K. beginnt mit einem spezifischen Entscheidungsfall; 
  • bei K. entscheidet genau EIN zu Beginn festzulegender Entscheider; 
  • K. ist nicht freiwillig Sie ist Pflicht!

Einfach = genial


Vor allem geht es darum, nicht 100 000 Regeln und Unterregeln für jede einzelne mögliche Situation zu definieren, sondern vielmehr EINFACHE sinnvolle Prinzipien fest zu legen, die den Weg in eine Richtung weisen.

12 Gesetze für komplex robuste Führung&Organisation sind in seiner Beta-Welt

  1. Handlungsfreiheit - Sinnkopplung
  2. Verantwortung - Zellen
  3. Leadership - Führung
  4. Leistungsklima - Ergebniskultur
  5. Erfolg - Passgenauigkeit
  6. Transparenz - Intelligenzfluss
  7. Orientierung - Relative Ziele
  8. Anerkennung - Teilhabe
  9. Geistesgegenwart - Vorbereitung
  10. Entscheidung - Konsequenz
  11. Ressourceneinsatz - Zweckdienlichkeit
  12. Koordination - Marktdynamik

Damit Arbeit wieder lebendig wird - und Höchstleistung entsteht

Das Buch "Organisation für Komplexität":
Hatte vor einiger Zeit das Glück, Niels Pfläging live auf der Bühne zu erleben. Und danach las ich mich in seine bis dahin erschienenen Bücher hinein. SEHR ausführlich, sehr umfangreich, wunderbar wenn Sie sich wirklich darin vertiefen und die Hintergründe erfahren wollen, auf denen er seine Strategien basiert.

Doch nun bringt er dieses kleine und wertige Deluxe-"Büchlein" auf den Markt. Und setzt darin um, was er stets fordert:

Einfachheit!

Grundsätzlich sind die Themen die selben, jedoch viel komprimierter und wunderbar illustriert mit Zeichungen, KaGas, etc. Schon alleine durch diese anregende VerANSCHAULICHung fällt es einem noch leichter, in die Materie einzutauchen.
Wenn Sie jetzt NOCH nicht wissen was mit alldem gemeint ist, wunderbar, investieren Sie und lassen sich von diesem Werk, seinen Bilder und seine leicht lesbaren Texte eines "eigentlich" komplexen Themas zum Lesen verführen.

Niels Pfläging ist in Kürze bei mir Gast im LernenDerZukunft.com Expertentalk freu mich schon, das wird spannend!

Tipps:





Einfach konzentrierter arbeiten lernen - mit Achtsamkeit alles besser merken

Huch? Schon wieder ein Tag rum und Sie haben nichts nützliches weiter gebracht?
Sie wissen ganz genau: "da ist meine Deadline, ich muss ins Fahrwasser kommen". Denn sonst treiben Sie ab vom Strom und nicht an ihr gewünschtes Ziel. 


Wie können Sie sich nun ausrichten, erfolgreicher an Ihr Ziel kommen und zwar mit Lust Freude und konzentrierter Aufmerksamkeit?
Einige Tipps und Hinweise habe ich für sie von Lernexpertin Verena Steiner.
Gute Vorbereitung ist hierzu schon mal eine der wichtigsten Phasen. Planen Sie sich geblockte Zeiten ein. Ohne Unterbrechungen (skype, facebook, etc. aus!) Telefon aus. Ruhe außen. 
Bereiten Sie sich all Ihre notwendigen Accessoires Unterlagen, Bücher,... vor machen es sich angenehm (gutes Licht, ausreichend Wasser oder Tee zu trinken...) 


Chronobiologie berücksichtigen

Nehmen Sie sich eine fixe Zeit, ein echtes Zeitfenster vor, von dem Sie wissen, DAS ist meine Zeit.
Es gibt Menschen die lieber früh morgens aktiv sind (Lerchen) und auch die andren, häufig unter Kreativen anzutreffen, die "Eulen". Sie sind erst ab mittags wirklich "Mensch" und produktiv arbeitsfähig. Doch dann wirklich gut darin, diese Zeit zu nutzen liegt an einer guten Planung des Tages. 
Wenn Sie für sich merken, ein "Nachtmensch" zu sein, gut. Dann legen Sie sich eben jene Fokus-Phase auf 20 Uhr oder noch später. Es geht um SIE und nur um SIE. 
(siehe auch Länger Schlafen - mehr leisten?)

In der heutigen Wirtschaft zählen Ergebnisse weit mehr als die investierte Zeit.


So würde es bei mir wohl um einiges länger brauchen um 7 Uhr früh etwas wertvolles für Sie zu schreiben, als es dies zehn Stunden später würde. 


Geist und Körper vorbereiten & einstimmen

Atmen Sie mehrmals tief durch, visualisieren Sie sich nochmals WAS Sie heute am Ende der Lernsession/Konzentrationszeit erreicht haben wollen. Und ÖFFNEN Sie den Geist. 


Flow und Achtsamkeit 

Gern zitiere ich an dieser Stelle meine große Mentorin Vera F. Birkenbihl die immer wieder darauf hinwies, welch immensen Unterschied es macht, ob wir *verbissen konzentriert* auf einen Punkt zu starren versuchen oder unseren Geist ÖFFNEN für neue Impulse neue Ideen... und somit aufMERKsam und somit achtsam (=Mindful) sind

Sie könnten beispielsweise einsteigen mit einem Wissens-ABC. Das heißt Sie nehmen sich zwei Minuten Zeit und schrieben jeden Begriff in ein ABC auf, der Ihnen zu dem Thema als essentiell erscheint. 
Weiters könnten Sie einen KERNBEGRIFF nehmen, ihn in großen Lettern aufzeichnen und zu jedem der Buchstaben ein Wort assoziieren (KAWA nach Birkenbihl)


Geistige Ausdauer erhöhen

Wie beim Körpertraining können Sie auch Ihre AufMERKsamkeitssspanne deutlich erhöhen. Und zwar einfach in dem Sie es regelmäßig tun. Vielleicht schaffen Sie es zu Beginn sich zehn Minuten am Stück Ihrer Ausgangsfrage zu widmen. Ok. Morgen sind es schon 15. 
Probieren Sie es aus, und notieren Sie sich alles an Fortschritten und Erkenntnissen, auch zum eigentlichen PROZESS. eine Art METABETRACHTUNG auf Ihr eigenes Tun. 


Selbstbeobachtung

Alle Konzentration beginnt mit der Bewusstheit darüber WAS ich will. Und dann den Fokus auf meinen Zustand. Um mich zu öffnen. Auf einer Skala von 1-10, wie konzentriert sind Sie schon?
Steiner beschreibt dies als einen sehr wichtigen Trigger, der alleine für sich schon einen regulierenden Effekt in sich trägt. Er bewirkt damit alleine wegen der  bewussteren Wahrnehmung zu einer Erhöhung der Fähigkeit zur fokussierten Aufmerksamkeit.


Konzentrationszeit - Allein sein oder mit anderen?

Hierbei geht es darum, dass Sie sich wirklich mit und in sich wohlfühlen dürfen. Sich spüren und wertschätzen, mit sich zu sein. 
Sie entscheiden sich aktiv dafür "Dies ist meine Konzentrationszeit". Soziale Zeit zum Beziehungen leben kommt später. Hier Grenzen zu ziehen ist mehr als wertvoll, eine geplante zeitliche und lokale Abkoppelung ist hier sehr dienlich (eventuell wenn Sie ein Eulentyp sind, könnte dies abends oder nachts der Fall sein)
Das Alleinsein ermöglicht Ihnen sich beim Tun zu beobachten, sich besser zu spüren, Ihr Befinden bewusster wahrzunehmen und auch zu reflektieren. Wenn Sie diese Qualität entdeckt haben, sind Sie gern mit sich allein, Sie genießen es, sich auf anspruchsvolle zu konzentrieren oder in Muße zu verweilen während die Vorhänge eine Weile geschlossen sind. Denn Sie spüren, dass Ihnen das Alleinsein zu mehr Ruhe, Gelassenheit und innerer Stabilität verhilft. (Steiner, 2013)

Multitasking und Arbeitsgedächtnis

Berücksichtigen Sie die begrenzte Fähigkeit Ihres Arbeitsgedächtnisses, Daten parallel zu verarbeiten. Schränken Sie deshalb möglichst die verschiedenen gleichzeitigen Tätigkeiten ein. Multitasking ist ein Mythos, niemand hat was davon, wenn Sie weder das eine noch das andere richtig erledigen können.
Multitasking funktioniert nur dann wenn es sich schon automatisierte Abläufe handelt. So können Sie wohl gleichzeitig den Kochlöffel rühren und  dem Radioprogramm/Podcast Ihrer Wahl lauschen. Wenn Sie nun aber konzentriert NEUES erarbeiten wollen, wird dies schon schwieriger. 


Lazy Way To Success

Angelehnt an den Titel eines wunderbar genialen Buch von Fred Gratzon: Aktiv Pausen machen und in diesen dann 100% abschalten von dem was das "Arbeitsthema" ist. Und in den Pausen auch keine geistigen Anstrengungen vollführen, sondern einfach Gedanken schweifen, den Denk-"Muskel" sozusagen ruhen lassen.

Noch mehr Tipps?

Preissetzung leicht gemacht - Erfolgreich Preise finden für smarte Selbstständige

Chris Guillebeau über Preissetzung für Klein- und Solounternehmer ("Solopreneure")
Guillebeau, Chris: "Start-Up - mit weniger als 100 Euro ..."

Als ich vor kurzem beschrieb, "wie Sie Kommunikation erfolgreich vermarkten und Honorare aushandeln" bekam ich zig e-Mails mit der Bitte da noch mehr dazu anzubieten. Ihr Wunsch ist mir Befehl :)

Preisstrategien

Sie haben mehrere Möglichkeiten, wie Sie zu Ihrem Preis kommen können orientiert an 
  • Ersatzinvestitionskosten
    Wie viel würde es kosten, wenn es getauscht werden müsste?
  • MarktpreisenWas verlangen Ihre Mitbewerber für gleichwertige Produkte?
  • Discounted cashflow (DCF) oder Nettogegenwartswert (NPV)Aus der Finanzwirtschaft kommender Ansatz, bei dem Sie fragen wie viel Mehreinnahmen es über die Laufzeit einbringt (Berechnungsansatz hier
  • Nutzen des Produktesauf dieses gehe ich im folgenden näher ein

Preis am NUTZEN des Produkts/der Dienstleistung orientieren 



Chris erzählt von einem kleinen smarten Selbstständigen namens Gary Leiff. Seine Dienstleistung besteht darin, dass er Leuten, die weder Zeit noch den Nerv haben, sich ihre Flüge selbst zu buchen, diese organisiert. So nimmt er dafür US-$250,- pauschal, was ihn ungefähr eine halbe Stunde aktiven Aufwand erfordert. Und er hat immer zu tun, wird weiter empfohlen und hat sich ein gutes kleines Business aufgebaut, das er von überall weltweit verfolgen kann. 
Seine Leidenschaft ist ja das Reisen, nun erleichtert er es anderen von seinem Wissen/seinen Erfahrungen zu profitieren. Und erhalten als Nutzen jeweils First-Class und Business-Flüge für weltweite Urlaubsreisen


Ein weiteres Beispiel ist eine Kleinunternehmerin deren Produkt jüdische Schreibwaren sind. Innerhalb dieser Nische hat sie ein Haggadah kreiert (ein kleines Büchlein das zum Passahfest verschenkt wird).

  • Ihre Herstellung kostet sie US-$ 3,-
  • Sie bekommt dafür US-$14,-
  • Ihr Nutzen: schönes Souvenir innerhalb jüdischer Familien zum Passahfest


Stellen Sie sich selbst die Frage:
Wie wird diese Idee das Leben meiner Kunden verändern und wie viel wird ihnen diese Verbesserung wert sein?


Begrenzen der Bandbreite an Preisen hilft


Bieten Sie mehrere Versionen Ihres Produktes an, ermöglichen Sie beispielsweise eine Auswahl zwischen Gold, First Class, Premium
Alleine die Tatsache, dass Sie mit dem hochpreisigen Produkt einen Ankerpreis liefern, wird Ihnen Mehrumsatz beim Mittelpreissegment bringen. Wenn wir einen extrem hoch wirkenden Preis sehen, betrachten wir den vergleichbar niedrigen Preis als sehr viel "vernünftiger" und greifen eher zu dem vermeintlichen Schnäppchen. Dieser Effekt tritt aber vor allem dann ein, wenn Sie nicht zu viele ähnliche Produkte anbieten, denn das wiederum führt dazu, dass weniger gekauft wird.
Dan Ariely hat hierzu spannende Studien durchgeführt. 


Mehrfach für das selbe bezahlt werden


Eine weitere Strategie, die uns Chris Guillebeau ans Herz legt, ist die der Kontinuitätsprogramme. Der Begriff ist Ihnen vielleicht auch als Club-, Abonnenten- oder Membership-Seiten untergekommen. Was im Grunde nichts anderes ist, als dass Sie regelmäßig (monatlich) "Mitgliedsbeiträge" erhalten, somit einen Abonnentenservice anbieten der Ihnen jeden Monat immer wieder ein stabileres Einkommen schafft.

Einerseits könnte dies ein laufender Zugang sein (zu einem Onlineportal etc.) oder eine regelmäßige Lieferung von Produkten (da ist wirklich alles möglich: von Lebensmitteln, Sockenabos bis hin zu Krawatten oder Rasierer-Abos habe ich schon alle möglichen Varianten gehört). Je abwägiger desto besser scheint es mir manchmal :)


Warum das Membership-Modell? 


Guillebeau argumentiert, dass es einerseits toll ist, weil man immer wieder bezahlt wird, dadurch mittel- und vor allem langfristig eine Menge Geld (mehr als bei einem Einmalpreis) bringt.  Und andererseits sei das Einkommen somit verlässlicher und sicherer. Weiters könne man an zwei Schrauben drehen: der Anzahl der Abonnenten und am Preis des regelmäßigen Services. 
Der Schlüssel für dieses Modell ist nicht der Marktanteil. Es ist der Anteil am Kunden. Und um mehr vom Budget eines Kunden zu gewinnen, müssen Sie jeden Kunden zuerst als Ihren besten Kunden behandeln, ..., welcher schließlich der sprichwörtliche "Kunde fürs Leben" wird.
Also kümmern Sie sich um das Leben Ihrer Kunden mit hilfreichen Dienstleistungen zu verbessern und das Ergebnis wird sein: Sie werden immer wieder dafür bezahlt!

Finden Sie IHREN Zugang dazu, was zu Ihnen und Ihren Kunden passt. Ich halte es da mit der bestselling Persönlichkeitscoach Marie Forleo, die sagt
Ich kopiere nicht 1 zu 1 so genannte Best Practices, sondern schau mir deren System an und adaptiere es so für mich und meine (potenziellen) Kunden.
In diesem Sinne 
Wenn sie Menschen kennen die von diesem Wissen profitieren, senden Sie den Link zu diesem Artikel, teilen Sie ... "Share the Love!"

Mehr dazu finden Sie in 



Bildung, Coaching, Training vermarkten in 7 Schritten # Marketing Coaching Tipps

Sie sind Solounternehmer und fragen sich, wie Sie denn Ihre Beratungsdienstleistung (die man bekanntlich NICHT angreifen kann) an den Kunden verkaufen können?
Erfolgreich mit systematischem Marketing
Quelle Kuntz 2013*

Einige wertvolle Impulse dazu hatte ich Ihnen schon bei "Kommunikation vermarkten, Honorare verhandeln" gegeben. Und dann auch noch im spannenden Expertentalk mit dem Trainer-Marketing Coach Ben Schulz gab er durch das (Er)finden der eigenen Identität wichtige Anregungen für den Erfolg im Business. 
Doch Ihnen hat bisher die Schritt-für Schritt Methode gefehlt? 

Der Marketing-Coach und -Autor Bernhard Kuntz gibt uns hierbei sieben Meilensteine am Weg zu eben jenem Erfolg mit an die Hand.


Erfolg im Business planen


Er bezeichnet dies als das 7-PRO-Schema und diese soll Hilfestellung bieten bei der Entwicklung einer Unternehmens- und Marketingstrategie


1) PROfi 


Hier steht die Frage des 

  • "Was kann ich, was will ich" im Fokus

Da gilt es heraus zu finden worin Sie eigentlich wirklich SPITZENKLASSE sind. Nun bitte nicht sofort dran denken, wie sie das dann zu Geld machen können. Sondern einfach notieren.

Profi worin? 
Welche Aus- und Weiterbildungen, welche Erfahrungen haben Sie ergänzend gemacht, wer waren meine Kunden bisher? Was zeichnet eben jene Kunden aus, für die Sie bisher abreiteten?
Und nun der zweite Schritt der immens wichtig ist: Welche sind die Probleme Ihrer Kunden die nur SIE lösen können. Daraus leiten Sie sich Ihre Fertigkeiten und Stärken ab, wo Sie besser als Ihre Mitbewerber sind.

Dann die Gretchenfrage: Wie positionieren Sie sich monetär? Wollen Sie ALLEINE als Trainer arbeiten oder lieber als Teil eines Trainingsinstitutes? Alleine durch diese Entscheidung ergeben sich zwei völlig verschiedenen Wege.


2) PROfil


  • Wer sind meine Kunden?

Hierbei Beispiele an, dass die Koryphäen auf ihrem Markt deshalb dort sind, weil sie für EIN Thema stehen:

  • Vera F. Birkenbihl - gehirn-gerechtes Lernen und Arbeiten
  • Lothar Seiwert - Zeit- und Life Management
  • Matthias Pöhm -  Schlagfertigkeit
  • ...
Wichtig ist bei einer Spezialisierung klar zu machen, was Sie von Ihrem Wettbewerb abhebt, Ihr USP (unique selling proposition, Alleinstellungsmerkmal)

Beantworten Sie sich (bestenfalls SCHRIFTLICH) folgende Fragen:
  • Was kann ich?
  • Welche Merkmale kennzeichnen meinen Kunden?
  • Was kann ich bezogen auf meine Kunden besser als meine Mitbewerber? 
Dann in Folge
  • Bei welcher Personengruppe/Unternehmen habe ich aufgrund dieser Merkmale große Chancen sie als Kunden zu gewinnen?
  • Wie muss ich diese Merkmale kombinieren um für jene Kunden attraktiv als Partner zu sein?

3) PROdukt

  • Was will ich meinen Kunden verkaufen?
Deshalb waren die Fragen vorab so wertvoll. Denn wer seine Kunden kennt, kann darauf hin pass-genaue Produkte entwickeln. entweder in Form von Trainings- und Coachingkonzepten oder auch Info-Produkten wie Bücher, e-Learning oder DVD-Kurse...

4) PROzess 

  • Wie arbeite ich effektiv?
  • Wie produziere ich Qualität?

5) PROmotion 

  • Wie komme ich in Kontakt zu meinen Kunden?
Kuntz empfiehlt hier, zu Beginn der Karriere 2/3 des Gesamtbudgets ins Marketing, der Neuakquisition von Kunden zu investieren, später bei "nur noch" 50%. 
Dann gibt er Ihnen viele Hinweise wie Sie zB über ein (gedrucktes!) Buch leichter Zugang finden zu den Entscheidern.

6) PROfit

  • Wie erziele ich die gewünschten Erträge?
Auch hier wieder Tipps zuhauf. Doch wichtig ist jedenfalls, Erfolgsparameter zu definieren. Erst darauf hin können Sie aufbauen, um dann an just jenen zu arbeiten.

7) PROgression

  • Wie sichere ich die Zukunft meines Unternehmens?
Hierbei tritt das Empfehlungsmarketing in den Vordergrund. Doch Achtung: Um empfohlen zu werden, dürfen Sie vorab exzellente Arbeit geleistet haben!
Denn Empfehlungen sind wie Vertrauensbeweise und da sind wir wieder beim PROfil: denn Spezialisierung erhöht die Chance dramatisch dass Sie empfohlen werden.


Alleine die Ausarbeitung dieses Systems ist schon Grund genug, Kuntz' Buch durchzuarbeiten. Er geht in Folge auch noch auf die Online-Marketing-Möglichkeiten ein, wie Webseiten gestaltet werden sollen, SEO, Content-Marketing etc.

Alles in allem preis- und empfehlenswert, dabei stets vorausgesetzt, Sie arbeiten brav aktiv mit und nutzen es als Ihr persönliches Einzel-Coaching :)

Buchtipp


*Kuntz, Bernhard. Die Katze im Sack verkaufen. Wie Sie Bildung und Beratung mit System vermarkten – offline und online. 4. vollst. überarbeitete Auflage, managerSeminare, Bonn 2013

Erfolgreich mit Diplomatie zum Ziel - Gute Beziehungen statt Konflikte

Wen holen Sie sich wenn Sie einen Profi für eine wichtige Reparatur und Installation brauchen? 

Klar: einen gelernten Handwerker (bestenfalls: MEISTER), oder zumindest einen der Ihnen beibringen kann, wie Sie es selbst lösen können.

Wenn es um Kommunikation geht, ist dieser "Meister" Stéphane Etrillard
Kenne und verfolge Stéphanes Arbeit seit wohl mittlerweile über 10 Jahren, er deckt vom Charisma, Verkaufen, Rhetorik... eben auch die wirksame Kommunikation mit ab. 

In seinem jüngsten Werk, dem Buch zum Thema der Diplomatie, habe ich für Sie einen sehr gute Strategie gefunden, wenn die Fronten einmal verhärtet scheinen und ein ernst zu nehmender Konflikt entsteht (oder gar schon entstanden ist).

Worst Case Beziehungsabbruch


Stéphane beschreibt gleich zu Beginn dass der schlimmst mögliche Fall der Beziehungsabbruch ist, und so für einen "Diplomaten" wohl die letzte aller zu wählenden Optionen darstellen kann. Dieser tritt nur dann überhaupt ins Feld der Erwägung wenn gelogen, manipuliert, Vertrauen missbraucht etc. wird.
So ein Abbruch ist zumeist nicht so einfach umzusetzen (vor allem wenn man beispielsweise im Unternehmen weiterhin zusammen arbeiten muss) und bringt eine Vielfalt an negativen Folgen mit sich.

Vorbeugen ist besser als Kämpfen!


Dann beschreibt er Ihnen ausführlich wie Sie Konflikten vorbeugen können, das kann zB sein, dass Sie

  • bewusst Verantwortung übernehmen für Entscheidungen und Handlungen, 
  • zu Ihren Zusagen stehen, 
  • sich stets als glaub- und somit vertrauenswürdig zeigen, 
  • sich auch in die Perspektive des Verhandlungspartners versetzen können und wollen ...


Konfliktvermeidung kann auch schaden


Es ist die dauernde Vermeidung von Konflikten nicht immer sinnvoll, denn manche Konflikte müssen einfach ausgetragen werden. Meinungsverschiedenheiten sind eben ein "normaler" Bestandteil einer Beziehung.
Aber Vorsicht: 
Ungeklärte Konflikte können eine dramatische Dynamik entwickeln, die die Beziehung der Beteiligten schwer belasten oder sogar zerstören kann. (S.190)


Konflikte können teuer werden

Außerdem sind alleine betriebs- und somit auch volkswirtschaftlich immense Kosten mit Konflikten verknüpft. So führt Stéphane Schätzungen an, die sich zwischen 3,5 - 10,5 Millarden Euro bewegen.

Zum Abschluss gern noch ein paar Regeln, die bei einer Konfliktsituation sinnvoll und wichtig sein können:

  • Alle konzentrieren sich auf die aktuelle Situation und reiten nicht auf Vergangenem herum.
  • Persönliche Angriffe sind nicht gestattet.
  • Es wird nicht nach einem Schuldigen gesucht.
  • Wer spricht, darf ausreden, es sei denn der Mediator unterbricht ihn.

Dann wird der Konflikt konkretisiert, die einzelnen Interessen geklärt und neue Perspektiven ermöglicht, es werden Gemeinsamkeiten hervorgehoben und Aktivitäten eingefordert ... und dann (hoffentlich) der Konflikt einer Lösung näher stehen ...

Fazit:
Stéphane Etrillard serviert uns hier einen wirklich wertvollen und angenehm zu lesenden Ratgeber, der Ihnen haufenweise praktisch umsetzbares Handwerkszeug mitgibt, das er in jahrelanger Trainings- und Coachingerfahrung zusammen gesammelt und vielfach getestet hat.

Jeder der verhandeln muss oder darf, kann davon sicherlich profitieren!

Lesetipp
Etrillard, Stéphane: Mit Diplomatie zum Ziel: Wie gute Beziehungen Ihr Leben leichter machen, GABAL Verlag 2013

Lernen Sie Frauen und Kunden erfolgreich zu verführen (mit Video)

Verführen im Verkauf
Matthias Pöhm ist nicht der erste, der den Konnex zwischen der Welt der Eroberung von Frauen (die ominöse Pickup-szene gehört ja zu den mehr oder weniger seriösen Formen wie sich manche Männer heute initiieren lassen) und dem "Geschäftsleben" herstellt. So schrieb beispielsweise der grandiose Autor Robert Greene sein Werk zu "The Art of SEDUCTION"

Erogene Zonen entdecken
Ok, manch Detail ist vielleicht nicht 1:1 übertragbar. So beschreibt Matthias Pöhm, welch ungeahnt erogenen Zonen es zu streicheln gilt, um SIE verrückt zu machen.
Oder wie Sie SIE in ihre Wohnung bekommen ("Ich hab noch eine Flasche Baileys und die will ich nicht alleine leeren").
Aber als Metapher kann es allemal herhalten.

Große Teile seiner Verführungs-Strategien bauen auf STATUSspiele und die Darstellung des eigenen Hochstatus auf. Dies beginnt mit körpersprachlichen Signalen und reicht bis dahin, sie verbal im Status UNTER sich zu stellen. ER ist der Meister und Bestimmer und ihr Beschützer....

Zaubern beeindruckt
Ein netter Schwenk gelingt Pöhm, indem er kleine (Zauber)Tricks anführt und ihre Anwendung erklärt. Mit denen können Sie (mehr oder weniger sympathisch) zeigen, dass Sie es drauf haben. Was Sie jedenfalls erreichen, ist ein spannenderes Gespräch.
Ein Austausch, der jedenfalls mehr bewegen wird, als allein an der Bar zu versauern und sich über seine Unfähigkeit Frauen zu überzeugen, dem einen oder andren alkoholischen Ersatz-Genuss hinzugeben.


Wie praxistauglich ist das?
Ob und wie gut das in Ihrer Zielgruppe anwendbar ist, entscheiden oder: testen Sie selbst.
Mir persönlich schien es oft grenzwertig, den "geilen Macker" spielen zu sollen. Jedoch, wer kennt sie nicht, die jenigen Jungs die einfach geborene BESTE Freunde sind. Nett. Lieb. Wollen Sie NETT sein oder sie im Bett haben? DAS ist es worauf all die "Techniken" abzielen.

Pöhm bleibt aber realistisch und spricht (wie auch im Verkauf) vom Gesetz der großen Zahl, also Sie müssen es VIELFACH und noch öfters machen um Erfolge zu haben. Dranbleiben, "consistency" ist ein "Geheimnis der meisterhaften Verführer".

DREI Phasen der Verführung
Matthias Pöhm proklamiert drei Phasen, die Sie im Verführungsprozess zu durchlaufen haben:
- Anziehung
- Vertrauen
- Intimität

Viele versuchen gleich nach dem Anziehen zur Intimität überzugehen. Die meisten Frauen jedoch brauchen und wollen Vertrauen aufbauen.
Matthias beschreibt jedes einzelne sehr detailliert und Sie werden in keinem Moment gelangweilt, auch, weil er einfach schreibt, als coachte er Sie direkt 1:1 im Kontext.

Einige seiner Anziehungsschalter sind
- Vorselektion (Sie bewerten die Frauen in einem Punktesystem, will ich DIE überhaupt haben?),
- Berührung (soll den Schalter der Anziehung anknipsen ;) ),
- Humor (wieder mit Spielchen, Lehre Sie etwas und Leader of Men (wieder Statusspiele!) und auch
- Selbstbewusstsein, welche Frau will von einem schüchternen Männlein erobert werden (ähm, würde der das überhaupt wollen oder gar wagen?)

In der nächsten Phase geht es vorallem darum, Vertrauen aufzubauen...
Matthias gibt hier als mächtige Strategie die des Geschichtenerzählens (=Neudeutsch: Storytelling) vor...
Zitat: "Das öffnet Herz (und Schenkel)"
Wollen Sie Frauenflüsterer werden? 
Oder einfach nur mal reinschnuppern in die Welt der Pickup Szene?
OB und WIE GUT all das bei Ihnen wirkt, testen Sie, spielen Sie.
Abwechslung ist garantiert.

Wie soll ich das bepunkten? hm.
Funfaktor *****
Übertragbar ins Business ***

Ein einführendes Kapitel (welch Wort in diesem Zusammenhang) bekommen Sie in der Businessversion Schlagfertigkeit in der Verführung: Was Sie von der Verführung von Frauen über die Verführung von Kunden lernen können des Buches als Zusatz
Denn Pöhm hat "Ich kann euch alle haben" mit 100% selbem Inhalt veröffentlicht.

LEBE - Coaching mit Storytelling - weil wir in Geschichten denken ...

Ist es Ihnen auch schon mal so ergangen dass Sie in eine "herausfordernde" Situation kamen und Ihnen plötzlich (Abrufreiz) eine Geschichte wieder einfiel, die Sie vor X Jahren mal wo gehört/gelesen hatten? 
Wie der oder diejenige Heldin damals die Situation gemeistert hatte, obwohl es nicht mehr machbar schien?
Genau darauf baut dieses wert-volle Buch, das uns Barbara Huber hier kredenzt. Storytelling auf Neudeutsch :)

Wertiger Druck

Es ist schön, ich liebe allein schon das Cover mehrfarbig, sehr gute, wertige Qualität des Einbands und der Seiten (Im Gegensatz zu einigen anderen Verlagen...). Alleine das macht schon Freude auf mehr.

ZWEI primäre Zielgruppen werden angesprochen:
Einerseits der "Endnutzer" der sich selbst coachen und zum Glück (ver)führen lassen will.
Andererseits den Trainer und Coach/Berater, der mit den Geschichten seinen Klienten den Weg weist.

Held im eigenen Leben sein

Dann nimmt sie Sie an der Hand und Sie haben die Wahl was denn gerade IHR Thema ist mit dem Sie sich befassen wollen. Barbara Huber kümmert sich hier um die GROSSEN Themen:

  • Liebe
  • Trauer Krankheit und Tod
  • Glaubenssätze (erforschen und verändern)
  • Selbstverurteilungen
  • Auf zu neuen Ufern (=Neuanfang wagen)

Jeweils erzählt sie die Geschichte zum Thema (Vom Anspruch den perfekten Körper haben zu sollen, bis zu Spiritualität, Loslassen, Selbstliebe, Helfersyndrom...) und ergänzt durch Meta-Kommentar und "Wie Sie mit der Geschichte weiter arbeiten können".

Coachingextra

Und als BONUSkapitel von LEBE! gibt uns die Autorin noch zwanzig Seiten an Übung und Methoden, in alphabetischer Reihenfolge geordnet mit.
Sehr spannend weil sie selbst sehr organisiert und strukturiert scheint, ihr Kernthema heute ist ja Buchhaltung & co. Sie publiziert auch dazu. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Dies hier ist ein unbedingter Lese- und Coachingtipp.
Wundervolle Geschichten, hilfreich und das Herz erwärmend.
Danke dafür liebe Barbara. Eine echte kleine, schön illustrierte Schatzkiste (nicht nur) für Trainer und Coaches.

Lesetipp

Huber, Mag. Barbara: "LEBE- Neue Lebenswege durch ungewöhnliche Methoden", Goldegg Verlag

von AK Giermaier